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 4. Kölner Kindertherapietagung
Imagination und Phantasie
12.10 - 13.10.2018
KT 1

 
Das ausführliche Programm und einen Anmeldvordruck finden Sie hier.

Bitte kreuzen Sie einen Workshop und einen alternativen Wunsch pro Tag an.
(jeder Workshop erstreckt sich über den gesamten Nachmittag, "H" über zwei Nachmittage)

Wenn Sie sich online anmelden möchten, so geben Sie bitte Ihre gewünschten Workshops und die Alternativen im Feld "Sonstiges" an.

 

 Termin & Ort:  

12.10 - 13.10.2018
JH Köln-Deutz, Siegesstr. 5, 50679 Köln

 

  FREITAG

VORTRAG 1:

Dr. Harald Ullmann
Entwicklungslinien der Phantasie auf der Spur. Oder: Vom Einzeller zum Neurotiker

Das Verknüpfen von Erfahrung, Erwartung und Handlungsbereitschaft ist eine Errungenschaft aus der Ontogenese des Menschen. Schon vor seiner Geburt trägt er in sich bereits kondensiertes Wissen seiner Vorfahren und obendrein ein riesiges Potenzial zur Entwicklung von „Phantasie“ – verstanden als eine spezifisch menschliche Fähigkeit, mit dem, was nicht mehr oder noch nicht real präsent ist, mental zu spielen. Diese Art von Spielvermögen ist so komplex wie störanfällig, aber zum Glück auch therapeutisch beeinflussbar. Der Vortrag zeichnet die Entwicklungslinien des Gedächtnisses und der Phantasie unter entwicklungspsychologischen wie unter neurowissenschaftlichen Aspekten nach und weist auf mögliche Behandlungsansätze hin.

VORTRAG 2:

Dr. Hans Hopf
Träume von Kindern und Jugendlichen in Diagnostik und Therapie

Im Vortrag werden die wichtigsten Erkenntnisse über das Träumen von Kindern und Jugendlichen aus kinderpsychoanalytischer Sicht referiert, u. a. die Bedeutung der Entwicklung und der Geschlechtsunterschiede, sowie die Funktionen des Kindertraums. An Beispielen wird aufgezeigt, wie es möglich ist, psychoanalytisch mit Träumen zu arbeiten. Schwerpunkte des Vortrags sind: Der Traum in der Diagnostik, Kindertraum als Fokus, sowie die behandlungstechnischen Erfordernisse in der tiefenpsychologisch fundierten und analytischen Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen.

WORKSHOPS:

A
Joachim Pietsch-Gewin
Elternarbeit und KIP
Das Gefühl der Eltern zum Kind, ihre Objektrepräsentanz, beeinflussen Er- und Beziehungshaltung, Delegationen, den Blick auf die Kinder. Mittels der sogenannten Symbolkonfrontation, einer Technik der Katathym-Imaginativen-Psychotherapie, lässt sich imaginativ auf symbolischer Ebene sehr elegant, eindrücklich und nachhaltig das Lösungsunbewusste der Eltern und damit ein Objektwandel mobilisieren. Die Eltern gehen mit einer neuen Erfahrung und neuem Schwung in die nächsten Begegnungen mit dem Kind. Theorie und Praxis der Technik werden anhand von Fallbeispielen und einer Demonstration vorgestellt.

B
Dr. Felicitas Bergmann
Besondere und alltägliche Gegenstände in der Therapie
Unsere Phantasie und das kreative Entdecken von neuen Lösungsmöglichkeiten lassen jede Psychotherapie erst einzigartig werden. Dieser Workshop lädt Sie ein, immer wieder neue Perspektiven einzunehmen und verschiedenste Gegenstände in den therapeutischen Prozess einzubinden. Gemeinsam werden wir überlegen, wie wir unser kreatives Auge schulen können – natürlich inklusive praktischer Erprobung anhand der bereitgestellten Krimskramskisten für jeden Geschmack, die Sie in kleinen Gruppen gemeinsam erkunden dürfen.
Wenn Sie bereits alltägliche Gegenstände in der Therapie einsetzen, sind Sie herzlich eingeladen, diese in den Workshop mitzubringen!

C
Dr. Hartmut Thieme
Phantastische Sandbilder
Der Phantasie und Kreativität sind in der Sandspieltherapie wenig materialbezogene Grenzen gesetzt. Insbesondere in den ersten Sandbildern einer Therapie zeigen sich Dynamiken, Prognosen, Ressourcen und tiefe kreative Lösungen. Anhand von Beispielbildern aus der Praxis werden die Möglichkeiten der Sandspieltherapie kurz vorgestellt und die einzelnen Fallvignetten besprochen.

D
Konrad Heiland
Stimulierende Klänge
In diesem Workshop werden wir erleben, welch stimulierende, inspirierende Wirkung Klänge und Geräusche auf die Imagination, auf die Phantasie, haben können!
Mit Hilfe von kleinen, leicht spielbaren Instrumenten, wie sie auf jeden Fall auch für die Arbeit mit Kindern geeignet sind, lassen sich anregende Atmosphären erzeugen.
Dieser Kurs wird vor allem geprägt durch den Wechsel zwischen Aktivität und Reflexion über das soeben Erlebte und die Assoziationen und Bilder, die dadurch ausgelöst werden.
Am Schluss soll eine theoretische Abrundung mit konkreten Hinweisen für die Praxis stehen.   

E
Waltraut Bauer-Neustädter/Susanne Drewes
In Bildern fühlen und denken – Praxis der Symbolarbeit mit Jugendlichen
Die Arbeit mit konkreten Symbolen (Kunstkarten, Fotos, Gegenständen) wird als Teil der diagnostischen und therapeutischen Arbeit im Bereich der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie eingesetzt. Im Rahmen des Workshops fokussieren wir uns auf den Aspekt der Entwicklungsförderung und Identitätsbildung bei Jugendlichen. Über die Klärung des Selbstbildes mit seinen verschiedenen Aspekten (Was kann ich? Was macht mir Angst? Was wünsche ich mir?) kann ein vertieftes Verständnis der eigenen Person entwickelt und der Frage, was für ein Vogel bin ich eigentlich, Huhn, Adler, Kranich oder Strauß …? nachgegangen werden.
Lit.: Wollschläger M.-E., Wollschläger, G. (1998). Der Schwan und die Spinne. Bern: Hans Huber 

F
Hans-D. Gersdorf
Der Zauber von Imagination – Katathym Imaginative Psychotherapie mit Jugendlichen

Eine Psychotherapie zu beginnen ist für Jugendliche mitunter schwierig, steht doch eine hierfür notwendige enge Beziehung zur/zum Therapeutin/en im Widerspruch zu seinen Autonomie- und Ablösungswünschen und -aufgaben. Begeben sich Jugendliche dennoch in Therapie, bestehen oft ausgeprägte Störungen, mit mehr oder weniger großen strukturellen Defiziten. Mit Hilfe von begleiteten Imaginationen finden diese Jugendlichen leichter Zugang zu ihrer Innenwelt, lernen behutsam, über den Schutz des Symbols, sich ihren Gefühlen zu nähern, Unbewusstes bewusst werden zu lassen und ihre Kreativität zu entfalten.
In diesem Workshop wird die KIP mit Jugendlichen anhand von kurzen Fallvignetten vorgestellt, welch unterschiedliche Facetten sie haben kann und welche Möglichkeiten sie bietet. Am eigenen Beispiel wird es dann darum gehen zu erleben, welche Kraft und welches Entwicklungspotential Imaginationen in der Therapie mobilisieren können.

G
Sandra Zock
Der „OH-Effekt“ Einführung in die Arbeit mit OH-Karten in der Kidner- und Jugendlichenpsychotherapie
Verschiedene  OH Karten Decks werden mit ihren Einsatzmöglichkeiten in Therapie und Diagnostik vorgestellt und konkret beispielhaft durchgeführt.  Gemeinsam  erarbeiten wir verschiedene Fragestellungen und probieren  Spielideen in Gruppen- und Partnerarbeit aus.

H
Dr. Gudrun Gauda/ Hansjürgen Gauda
Innere Figuren schöpfen für das therapeutische Puppenspiel
Nach einer einfachen – auch für Kinder und ungeschickte Menschen geeigneten! – Methode werden die Teilnehmer Handpuppen für das therapeutische Spiel herstellen. Ziel ist, die Technik zunächst selbst in ihrer therapeutischen Wirkung zu erleben und sie in Zukunft in der Praxis auch mit Klienten umsetzen zu können.


Dieser Workshop findet Freitag und Samstag durchgehend statt. Materialkosten in Höhe von 20 Euro entstehen.

  SAMSTAG

IMAGINATIVE EINSTIMMUNG IN DAS TAGUNGSTHEMA
Dr. Franz Wienand

VORTRAG 1:

Waltraut Bauer-Neustädter
Federn, Flügel und das Gefühl der Freiheit – zum Wechselspiel von Symbol und Imaginationr

Symbol und Imagination, die Herzstücke der Methodik der Katathym Imaginativen Psychotherapie (KIP), befinden sich in einem ständigen Wechselspiel. So kann z.B. die Feder oder der Flügel zu einer Imagination anregen, der imaginativ mit allen Sinnen erlebte Flug eines Vogels kann sich zum Gefühl des Freiseins und der Freiheit verdichten und so zu einem neuen Symbol werden und Aufbruch oder Abschied signalisieren.  Vom Symbol zur Imagination, von der Imagination zum Symbol, diese Prozesse werden – unter Berücksichtigung der jeweiligen strukturellen Gegebenheiten - beispielhaft anhand der Bearbeitung der Autonomie-Abhängigkeits-Thematik von Jugendlichen dargestellt. Konfliktbearbeitung und Ressourcenaktivierung finden dabei gleichermaßen Beachtung.

VORTRAG 2:

Dr. Joachim Opp
Der Einsatz angstbesetzter Bilder in der Kindererziehung

Phantasiebilder sind für Kinder sehr lebendig, sehr real und damit auch sehr machtvoll und nachhaltig. Angstbesetzte Bilder und Schreckensvisionen wurden daher immer wieder eingesetzt um Kinder zu Gehorsam und nachhaltiger Regeltreue zu bewegen. Sie waren über Jahrhunderte fester Teil der Erziehung und wirken bis in unsere Tage fort. Es ist daher nötig, dass wir uns auch mit diesen Bildern und der Macht absichtlich hervorgerufener Angstphantasien zu beschäftigen. Anhand ausgesuchter Gedichte lässt der Vortrag lebendig werden, wie drastisch diese Bilder sind. Prominente Beispiele sind ‚Der Struwelpeter‘ und ‚Max und Moritz‘. Diese Erziehungstradition, aber auch die teilweise sehr radikal vollzogene Abwendung von solch einer Erziehung haben Folgen, die sich heute im Erziehungsproblemen vieler Familien wiederspiegeln, und die besser verstehbar werden, wenn man sich die Geschichte bewusst macht.

WORKSHOPS:

I
Dr. Hans Hopf
Der Traum unter Berücksichtigung spezieller Traumtypen: Der Initialtraum, der Gegenübertragungstraum und der niederstrukturierte Traum
Eine genauere Analyse der in die Therapie eingebrachten Träume aber auch die Träume des Therapeuten über die Patienten lassen sich unter verschiedenen Aspekten betrachten und deuten. Die Teilnehmer können Träume von Patienten zu den angesprochenen Themen mitbringen. Das Seminar entwickelt die Inhalte des Vortrags weiter.


Dr. Harald Ullmann
Einführung in die KIP

In der Katathym Imaginativen Psychotherapie (KIP) wirkt die bildhafte Vorstellung mit allen Sinnen, mit dem Körperempfinden und mit den Affekten zusammen. Sie geht im dialogisch begleiteten Tagtraum mit symbolischen Phänomenen einher, die wie von selbst vor Augen führen, worum es in der Therapie gehen könnte. Das Seminar vermittelt erste Einblicke in diese Methode der tiefenpsychologischen Psychotherapie.

K
Nicola Sauer
Phantasie im bildnerischen Gestalten: die Spielbühne

Lebensbühnen - geheime Räume und Träume - Konfliktbühnen - Verstrickung, Grenzsetzung oder Zerfall - Liebesbühnen - Aufruhr oder Stille Die Bühne wird zur Erzählung.- Innere Stimmen werden lauter, Dialoge entstehen. Ungewöhnliches hat Platz und macht Sinn. Ich möchte Sie einladen, sich mit dem Konzept der Spielbühnenarbeit in Psychotherapie und Beratung etwas vertraut zu machen, den Vorhang zu öffnen, um frischen Wind hereinzulassen in all die kleinen, leisen sowie großen, erregten und lauten Bühnen unseres Seins, die chaotischen wie die geordneten, die zerbrechlichen und die grandiosen. Wir werden gemeinsam Bühnenbilder in kleinen strukturgebenden Behältern (Gehäusen, Schachteln, Dosen) konstruieren, derangieren und beleuchten. Wir werden den Gestaltungsprozess gemeinsam betrachten und auf Wunsch die Resonanz der Zuschauer einbeziehen, um die Wirksamkeit der Bühnenarrangements näher kennenzulernen. Anschließend werden Sie die Arbeit an der von mir entwickelten Spielbühne kennenlernen. Diese ermöglicht die fokussierte Vor- und Darstellung realer und fiktiver Lebensszenen und enthält vielfältige Gestaltungselemente, deren therapeutische Wirksamkeit im spielerisch-kreativen Einsatz erprobt ist.

L
Maria Raab
Vom Ding zum Symbol – Wie Spielraum in der KJP entsteht

Alle materiellen Dinge haben für ein Kind eine sinnliche Anmutung, genauso wie Personen, Tiere und Tätigkeiten. Es lässt sich von diesen Dingen seelisch berühren und motorisch ansprechen. Es tritt in Beziehung mit seiner Umwelt, die so Bedeutung erhält. Aus diesen frühen Beziehungserfahrungen formt sich allmählich ein innerer Dialog. Erwartungen und Befürchtungen formen sich daraus. Das Kind erzählt uns im Spiel und im KB immer eine Geschichte über diese verinnerlichten.  Beziehungs-erfahrungen - und wir antworten im therapeutischen Dialog handelnd, fragend, anregend, ermutigend oder konfrontierend darauf. Den Zugang zu diesen Beziehungsgeschichten erhalten wir hauptsächlich über unseren eigenen inneren Spielraum und die eigenen Erfahrungen. In diesem Workshop geht es deshalb nicht nur um die Theorien zum Symbolisierungsprozess, sondern vorwiegend um das sinnliche Erleben und Erforschen der eigenen Erfahrung mit konkreten Dingen und der inneren Bilder, die dazu auftauchen.

M
Edith Meisen/ Prof. Dr. Alexander Trost
Arbeit am Tonfeld® mit Kindern und Jugendlichen – ein theoretisch-praktischer Einblick

Die Arbeit am Tonfeld® wird mit ihren tiefenpsychologischen Wurzeln vorgestellt. Die Entstehung des Ansatzes, die methodischen  Grundprinzipien und Rahmenbedingungen wird erläutert durch praktischen Zugang über exemplarisches Ausprobieren und Videobeispielen aus aktuellen Behandlungen.

N
Dr. Franz Wienand
Verstehen statt Beschreiben – projektive Diagnostik bei Kindern, Jugendlichen und Familien

Die heutzutage dominierende deskriptive Diagnostik kann jemanden im Vergleich zu anderen beschreiben, hilft aber nicht, seine Motive, Bedürfnisse, Sehnsüchte, Belastungen und Konflikte zu verstehen. Ohne Verstehen kann die Therapie aber nicht gelingen. Die auf Subjektivität ausgerichteten, qualitativen und heuristischen projektiven Methoden nutzen Spiel, Phantasie und Imagination, um zu begründeten Annahmen über die der Symptomatik zugrundeliegenden Psychodynamik zu kommen. So lassen sich Konflikte und Abwehrmuster verstehen, die ja teils tief im Unbewussten wurzeln. Die spielerische Methodik projektiver Verfahren kommt dem Kindesalter besonders entgegen. Die entstandenen Gestaltungen ermöglichen auch den Eltern unmittelbare und emotional bewegende Einsichten über ihr Kind.  Der Referent beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit projektiven Verfahren und vermittelt im Seminar einen Überblick über Theorie und Praxis der wichtigsten Methoden im Kindes- und Jugendalter.

O
Dr. Christa Schaff
Bedeutung der Phantasie in TP und AP mit kritischer Reflexion
Neben einer Begriffs- und Bedeutungsklärung im historischen Kontext soll die „Bedeutung der Phantasie“ für psychodynamische therapeutische Prozesse anhand von Fallvignetten dargestellt und mit den Teilnehmern diskutiert werden.

H
Dr. Gudrun Gauda/Hansjürgen Gauda
Therapeutisches Puppenspiel – Fortsetzung von Freitag

 

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